Freitag/Samstag, 18.-19.05.2018

Jugend - 24H Berufsfeuerwehrtag

BRAND - Ein langes ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns, denn unsere Jugendgruppe hatte wieder ihren 24H Berufsfeuerwehrtag im Gerätehaus Brand. Während dieser Zeit galt es immer neben Spiel und Spaß etliche unangekündigte Übungseinsätze zu den verschiedensten Uhrzeiten abzuarbeiten. Viele davon auch mit den umliegenden Feuerwehren. 

Dienstantritt war - wie auch schon im Vorjahr - um 16:00 Uhr im Schulungsraum. Nach einer kurzen Verhaltens- und Funkeinweisung war die Wache offiziell eröffnet. 

17:00 Uhr klingelte der Melder das erste Mal, es ging nach Wölsauerhammer zu einem verunfallten Waldarbeiter. Nachdem nicht einmal die Betreuer wussten wo die genaue Einsatzstelle lag, musste diese erst einmal ausfindig gemacht werden. Anschließend wurde die Steckleiter in ein Waldstück getragen und als sicheren Abstieg einen Hang hinunter gelassen. Anschließend stieg ein gesicherter Trupp mit einer Bügelsäge bewaffnet hinunter und rettete gemeinsam mit Wölsauerhammer den verunfallten Arbeiter, welcher unter einem Baum eingeklemmt war. Anschließend wurde dieser mit dem Spineboard nach oben gezogen. Währenddessen musste der extrem aufgebrachte "Kollege" des Arbeiters beruhigt und betreut werden. Im Gerätehaus wieder angekommen machte sich die Küchen-Crew über die Zubereitung der Hot-Dogs als Abendessen (von Nudelgerichten haben wir nach dem kleinen Zwischenfall letzten Jahres abgesehen)  :D . 

Gegen 19:00 Uhr wurden wir zu einer notfallmäßigen Türöffnung auf die Haingrün zur Hausnummer 44 gerufen. Wie durch ein Wunder stellten wir aber fest, dass kurz vor der Einsatzstelle ein vorhandener Schlüssel durch eine weitere Bewohnerin vorlag. Über unseren Kommandanten wurden wir jedoch vor Ort informiert, dass sich im Haingrüner-Feuerwehrhaus eine verwirrte, ahnungslose Person befand, nach welcher einmal gesehen werden musste. Nach einer kurzen Erkundung konnten wir aber auch diesen Einsatz beenden. 

Um 21:00 Uhr wurden wir als Unterstützung nach Marktredwitz zu einem Brand einer Lagerhalle und einem Gefahrgutunfall zum städt. Bauhof alarmiert. Mit unserem LF und dem Haingrüner TSF wurden jeweils zwei Löschangriffe aufgebaut. Ein Trupp war unter Atemschutz (Übungsgeräte) eingesetzt, ebenso wurde die Brandausbreitung mit mehreren C-Rohren gestoppt. Für die eingesetzten CSA-Trupps musste noch eine Not-Dekontaminationsstelle mit Saugschläuchen und einer Plane aufgebaut werden. 

Nach dem Einrücken nutzten die Jugendlichen selbst untereinander die Zeit um Spiele wie "Monopoly" oder "Meier" zu spielen und die Kameradschaft zu stärken. Schön zu sehen, dass es auch einmal ohne Handy oder Technik klappt. 

Weiter ging es um 22:45 Uhr wo ein automatischer Autonotruf einen Unfall im Bereich ev. Kirche meldete. Dort angekommen musste eine uns schon bekannte Dame aus ihrem Auto gerettet werden und eine weitere Person, welche von der Kirchmauer eine Ebene tiefer fiel (Schock etc.), mittels Leiterhebel nach unten zum Rettungsdienst befördert werden. 

Wegen eines immer häufiger auftretenden Einsatzes um 0:15 Uhr ca. wurden wir in den Bereich Fröbelweg gerufen. Hier hatten Anwohner einen piepsenden Rauchmelder wahrgenommen. Nach einer genauen Suche mit mehreren Trupps, ausgerüstet mit Handlampe und Funkgerät, wurde die Einsatzstelle identifiziert. Auch ein Feuerschein in einem Fenster konnte wahrgenommen werden. Jedoch gleich kamen die Bewohner des betroffenen Hauses auf uns zu und meldeten einen Fehlalarm, denn der Rauchmelder löste wegen des Rauches einer abgelöschten Kerze aus, der Feuerschein war eine E-Kerze. Also alles gut, zum Glück.

Etwas erschöpft aber gut gelaunt richteten sich die Jugendlichen nach Rückkehr die Schlafquartiere in zwei Räumen ein. Nun konnten sie nach eigenem Ermessen Nachtruhe halten. Natürlich durfte der "halb-zwei-nachts-Kuchen" nicht fehlen, welcher seit einigen Jahren feste Tradition bei uns ist. Auch die Betreuer und Jugendwarte konnten nun etwas durchschnaufen und den Tag ausklingen lassen. 

06:25 Uhr schrillte der Alarmton wieder auf und es ging wieder nach Wölsauerhammer, genauer gesagt in den Ortsteil Haag, wo eine Explosion einer Biogasanlage gemeldet wurde. Unser Auftrag lautete eine Förderleitung von einem Hydranten eines benachbarten Industriebetriebes zu legen, einen Löschangriff vorzunehmen und eine Person mittels Hebekissen, welche von einer großen Bau-Kabeltrommel eingeklemmt wurde, die durch die Explosion umfiel, zu retten.

Anschließend ging es zum gem. Frühstück ins Hammerner Gerätehaus wo es wieder Eier mit Speck und Allerlei zu futtern gab. 

Kurz nach 10:00 Uhr wurden wir nochmals auf die Haingrün zu einer Personensuche gerufen. Vor Ort teilte uns eine Mutter mit, dass ihre Tochter schon seit längerem mit einer Freundin und zwei Huftieren im Wald unterwegs ist und dringend ihre Medikamente benötige. Zusammen mit den Jugendlichen von Wölsauerhammer wurden mehrere Suchtrupps gebildet, welche das gesamte Gebiet in dem Bereich absuchten. Nach dem Auffinden eines Kleidungsstückes entlang eines Feldweges wurden die Gesuchten anschließend gefunden. Die verunfallte Freundin der Tochter musste mittels Krankentrage aus dem Wald gerettet werden, der vermissten und geschockten Tochter wurden ihre Medikamente gegeben. Die "echten" Tiere (ein Esel und ein Pferd) waren wohlauf und wurden am Sammelplatz reichlichst gestreichelt und mit Karotten versorgt. Die Übung war ein absolutes Highlight für Alle, sowas gab es noch nicht. 

Am Standort hatte unsere Manu bereits das Mittagessen vorbereitet. Es gab Braten mit Kartoffelsalat - lecker. Als Nachspeise konnte man sich zwischen Obst und einem Eis entscheiden. Oder auch beides. In der freien Zeit nutzte Manuela die Gelegenheit und machte mit den Jugendlichen ein paar lustige Gruppenspiele für draußen. 

Ein letztes Mal ging der Melder (übrigens wieder ein "gepimptes" altes Handy) und es ging zusammen mit den Wehren Wölsau, Wölsauerhammer und Marktredwitz zu uns nach Brand in den Bereich "Keller", wo es mehrere Einsatzstellen gab. Hier gab es einen Brand in einer Werkstatt, welcher schon auf den benachbarten Stod´l eines Kameraden übergegriffen hatte. Mit zwei Förderleitungen wurde an der Röslau angesaugt und mit zwei Verstärkerpumpen das Brandner LF8 gespeist, welches den Brand in der Scheune übernahm, sowie das Rawetzer TLF 16, welches zusammen mit der Drehleiter einen Angriff von oben vornahm.  Wölsauerhammer übernahm zus. mit einem Teil von Marktredwitz das Feuer in der Werkstatt. Während des Geschehens übersah auch noch ein schaulustiger Autofahrer ein Kind mit einem Fahrrad und fuhr dieses an. Das Kind flüchtete leicht verletzt unter Schock und musste von den Jugendlichen gesucht und versorgt werden. Auch einige Anwohner und Kinderfeuerwehrler schauten sich die Großübung an. 

 

Nach der Rückkehr ins Gerätehaus wurde noch aufgeräumt und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht. Zum Abschluss gab es noch eine kleine Nachbesprechung. Somit war der 24H Berufsfeuerwehrtag 2018 erfolgreich ohne Unfälle oder Zwischenfälle beendet. 

 

Ein großes Dankeschön gilt allen Helfern für das bereitgestellte Material und Objekte, Betreuern, Jugendwarten, Maschinisten, Kommandanten, den beteiligten Feuerwehren, unserer Manuela fürs tolle Essen, unserem Feuerwehrverein für die Bereitstellung der Getränke, unserer Tamara für die hauptsächliche Planung und natürlich den Jugendlichen, welche wieder so klasse mitgemacht haben.

 

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