Donnerstag, 16.01.2014

Sondersignal-Fahr-Trainer im Landkreis

 

Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn sind in der Regel mit einem höheren Unfallrisiko verbunden. Diese Fahrten werden in den Freiwilligen Feuerwehren generell von ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden ausgeübt.


Nachdem der LFV Bayern bereits im Bereich der Standortschulung eine Ausbildungs- CD veröffentlicht hat und zusammen mit der Kommunalen Unfallversicherung Bayern ein praktisches Fahrsicherheitstraining anbietet, wird mit dem Sondersignal-Fahrt-Trainer als dritte Säule ein umfassendes Sicherheitspaket für die Feuerwehren angeboten.

 

SELB - Der vom Landesfeuerwehrverband Bayern e.V. und der Versicherungskammer Bayern initiierte und finanzierte Sondersignal-Fahr-Trainer (SFT) machte vom 13.01. bis 16.01.14 Station im Landkreis Wunsiedel. 48 Kameradinnen und Kameraden konnten geschult werden.

 

Jeder der 8 Kurse (Dauer jeweils 4 Stunden) war auf 6 Teilnehmer begrenzt. Es folgte zunächst die Einleitung in das Thema Feuerwehr im Straßenverkehr mit den einschlägigen Rechtsgrundlagen, Vorschriften und Verhaltensweisen. Dann gab es die Einweisung auf den SFT (Ausstattung wie ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe, verstellbarer Sitz, Sicherheitsgurt, Blinkerhebel, Tacho) und die erste Eingewöhnungsfahrt - ohne Sondersignal. Entsprechend der Fahrbewegungen bewegt sich der Sitz des SFT und vermittelt so, annähernd, das Gefühl, in einem richtigen Fahrzeug zu sitzen. Auch die extrem gute grafische Darstellung der "virtuellen Welt" trägt dazu bei, völlig in die Situation "einzutauchen".

 

Es folgten zwei Sondersignalfahrten, eine etwas leichtere und eine anspruchsvollere, inkl. eingespieltem Sprechfunkverkehr. Um den Streß weiter zu steigern, verhielten sich die fiktiven Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger in der Simulation nicht immer so, wie es sich die Feuerwehr wünscht - war ja logisch. Eine der Situation angepasste Geschwindigkeit erforderte dabei ein hohes Maß an Selbstdisziplin des Einsatzfahrers. Natürlich wurden die "Einsatzfahrten" auch bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen (Nebel, Regen usw.) und Tageszeiten durchgeführt.

 

Jede Fahrt wurde aufgezeichnet und in der Gruppe analysiert: Waren die Fahrbewegungen in Ordnung? Hätte es andere (Fahr-)Möglichkeiten gegeben? War das Einsatzfahrzeug zu schnell unterwegs? Welche möglichen Gefahren wurden vielleicht übersehen?

 

Abschließend kam man zum Schluss, dass der SFT zwar "nur" ein Fahrsimulator ist, mit ihm jedoch anspruchsvolle Einsatzfahrten unter annähernd realitätsnahen Bedingungen gefahrlos geübt werden können. Unserer Bitte an die "Sponsoren" nach München: Der SFT sollte beibehalten werden, damit die Fahrer von Einsatzfahrzeugen flächendeckend geschult werden können.

 

Von der FF Brand-Haingrün nahm Alexander Wurzel teil, KDT Wieland Schletz füllte einen Restplatz auf.

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